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... innovative Startups im Interview

12.11.2016 / von energieloft, Florian Feuer

connctd ist das StartUp der Woche 33! connctd ist Anbieter und Entwickler einer offenen IoT-Plattform.

Das Internet der Dinge wird uns in Zukunft immer mehr begleiten. Nicht nur im SmartHome Bereich werden physikalische Objekte immer häufiger unter einander kommunizieren und sich digital und automatisiert abstimmen. Immer mehr Startups widmen sich diesem Bereich, so auch unser Startup der Woche 33. CEO Axel Schüßler hat uns im Interview die Technologie hinter IoT connctd näher gebracht. Axel, vielen Dank für deine Zeit!
Was bietet IoT connctd in einem Satz?

Wir haben IoT connctd GmbH 2015 in Berlin gegründet und haben die offene IoT-Plattform entwickelt, die als ihr "IoT-Maschinenraum" ihre neuen Produkte und Services ermöglicht, egal ob Consumer- oder Businessprodukte oder auch ihre internen Prozesse. Damit ermöglichen wir ihnen, die 4 wesentlichen Elemente ihrer Produkte zukunftssicher, effizient und flexible zu managen: Units (Wo?), Dinge (Was?), User (Wer?) und Kontextinformationen (Wie und Warum?).

Das ist spannend. Kannst du uns mehr zu Eurer Technologie verraten?

Das Internet funktioniert seit Jahren durch Schnittstellen und die vielfältigen Kombinationen um daraus Services und Produkte zu generieren. Wir bringen dieses Modell in die physische Welt. Internet Services und die Dinge des Alltags verschmelzen. Dafür haben wir eine skalierbare und effiziente IoT-Plattform geschaffen. Die Plattform bietet ein Unit- und Ressourcen-Management um vorhandene oder neue Dinge und Technologien zu repräsentieren und mit einer "works with ..." Logik verfügbar zu machen. Zusätzlich bieten wir ein flexibles und sicheres User Management. Dinge und deren Daten stehen damit nur den Berechtigten zur Nutzung zur Verfügung. (Übrigens: connctd speichert keine Event-Daten. Diese verbleiben beim Service-Anbieter oder/und Kunden, d.h. lokal, auf eigenen Servern oder in der Cloud. Mit unserer semantischen Abstraktion unterstützen wir außerdem die Nutzung von Kontextinformationen für die Gestaltung ihrer Anwendungen. Die Funktionalitäten dafür haben wir in der Cloud abgebildet. Sie erlauben eine einfache und flexible Produkt- und Servicegestaltung. Es gibt zwei Schnittstellen (API/SDK): eine zur Entwicklung aller Produkte und Services, die andere zur Anbindung aller Dinge und Technologien.

Was macht euch aus? Was ist euer USP?

Wir haben zwei besondere Angebote, die für IT Experten spannend sind, für alle anderen sehr abstrakt klingen. Deswegen erkläre ich unsere USPs über uns vertraute Situationen (die wir ganz unbeeindruckt zur Kenntnis nehmen, obwohl dahinter Großartiges steckt). Sie haben ein Smartphone mit einer Kamera aber weder App-Entwickler noch sie interessieren sich wirklich für den Hersteller dieser Kamera und die physikalischen Details, aber sie interessieren sich für die Eigenschaften. Sie können Fotos machen und wenn sie eine neue App installieren, die eine Kamera benötigt, werden sie bei der ersten Benutzung gefragt, ob die Kamera freigeschaltet werden soll usw. ... und schon kann die neue App die Kamera nutzen... (niemand kommt hier auf die Idee, eine zweite Kamera im Smartphone zu verbauen...). Sie leben im kleinen Maßstab "shared economy" und ermöglichen mehreren Anwendungen die Nutzung von Hardware - sehr einfach und an Zugriffsrechte gekoppelt. Sie wechseln nun ihre Hardware - im Beispiel des Smartphones heißt das in der Regel, dass sie ein völlig neues Gerät bekommen. Ihre bekannten Apps funktionieren auch auf dem neuen Gerät, ohne dass jede App neu entwickelt und auf ihr neues Geräte angepasst werden musste. Dahinter stecken zwei Prinzipien, die wir führend und ohne (technische) Einschränkungen durch Angehörigkeit an Konsortien in die große vernetzte Welt hineinbringen: Eine nachhaltige Works-With-Logik für Interoperabilität zwischen physischen Dingen mit vielfältigen Schnittstellen und Protokollen und deren Verfügbarkeit an einer einheitlichen Schnittstelle. Für das innovative technische Prinzip haben wir ein Patent angemeldet; die Nutzung ist grundsätzlich allen Entwicklern offen.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?

Wir bieten jedem unserer Kunden individuelle Projekte an, um seine Services step by step mit unserer Unterstützung zu entwickeln. Dafür bieten wir unser Know-How und bei Bedarf koordinierend auch das unserer Partnern an. Natürlich können unsere Kunden die Plattform und das SDK auch selber nutzen um eigene Services zu entwickeln. Wir bieten außerdem den Betrieb unserer IoT-Plattform. Dafür bieten wir ein einfaches nutzungsabhängiges Preismodell ohne zusätzliche Lizenzvereinbarungen.

Welchen Markt adressiert ihr?

Prinzipiell haben wir zwei Gruppen von Kunden: Service-Provider und Hardware-Hersteller. Unsere Plattform lässt sich für Anwendungen im Smart Building/Home, Smart City, Smart Grid Kontext nutzen aber auch zur Steuerung von Prozessen im industriellen Umfeld. Wir agieren im Hintergrund als B2B Partner und haben kein eigenes Endkundengeschäft.

In welcher Unternehmensphase befindet ihr euch gerade?

Seed-Phase (vor Gründung)
StartUp-Phase (Unternehmensgründung)
Go-to-market (Markteinstieg)
Growth-Phase (Wachstumsphase)
Later-Stage

Seid ihr derzeit auf der Suche nach Kapitalbedarf?

Ja das sind wir tatsächlich. Wir sind derzeit auf der Suche nach einem 6-7 stelligen Investment.

Axel, vielen Dank für Deine Zeit. Wir wünschen euch viel Erfolg für die weitere Entwicklung der Plattform. Wie euch Unternehmen unterstützen können, habt ihr bei uns im Projektmarktplatz hinterlegt.



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