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... innovative Startups im Interview

28.08.2017 / von energieloft, Florian Feuer

Match Rider ist das Startup der Woche 35. Einfach mitfahren auch für Pendler!

Ob BlaBla Car oder andere Mitfahrgelegenheiten - diese günstige und umweltfreundliche Art der Fortbewegung für längere Strecken wird von vielen genutzt. Gerade auch für den Pendlerverkehr würde dies Sinn machen. Der Modus der bisherigen Mitfahrdienste ist jedoch sowohl hinsichtlich der Regelmäßigkeit der Fahrten als auch hinsichtlich dem Matching von Fahrer und Mitfahrer nicht optimal auf die Bedürfnisse von Pendlern ausgelegt. Das Startup Match Rider hat dies erkannt und sich daher dem Pendlerverkehr verschrieben. Gründer Alfred Swartzbaugh hat uns im Interview mehr dazu verraten.
Guten Morgen Alfred, wie stellst du euer Startup in einem Satz vor?

MatchRiderGO ist die Mitfahrgelegenheit für tägliche Fahrten, die dich grün, günstig und zuverlässig zum Ziel bringt.

Alles klar! Und wie genau funktioniert Match Rider, so dass das Mitfahren auch für Pendler möglich ist?

Match Rider vermittelt Mitfahrgelegenheiten speziell für Pendler mit festen Routen und festen Haltepunkten. Dadurch werden insbesondere auf Kurzstrecken lästige Umwege für die Fahrer minimiert. Über die für iOS und Android verfügbare App MatchRiderGO werden täglich verfügbare Routen angeboten, die Angebot und Nachfrage zu typischen Pendlerzeiten bündeln. Folglich entfallen lästige Absprachen über mögliche Treffpunkte und Uhrzeiten für regelmäßige Fahrten. Außerdem werden die Fahrten durch ausgewählte Fahrer zu Stoßzeiten im 10-Minuten-Takt angeboten, sodass Match Rider insbesondere für Mitfahrer eine hohe Flexibilität garantieren kann. Die GPS-Tracking-Funktion der App sorgt außerdem dafür, dass Mitfahrer sehen können, wo sich der Fahrer gerade befindet. Dadurch werden mögliche Wartezeiten sinnstiftend reduziert.

Hört sich so an, als hättet ihr die Herausforderungen für Pendler gut gelöst. Welches besondere Alleinstellungsmerkmal zeichnet Match Rider darüber hinaus aus?

MatchRiderGO identifiziert auf besonders stark belasteten Strecken mindestens 12 Fahrer, die in einem 10 minütigen Interval verbindlich Fahrgemeinschaften auf einer von uns festgelegten Route anbieten. Diese Verbindlichkeit sorgt für ein verlässliches und wiederkehrendes Angebot, das es Passagieren einfach macht, auf das eigene Auto zu verzichten.

Und wie sieht euer Preis- sowie Geschäftsmodell aus?

Relativ simpel: Für 15 Cent pro Kilometer können Mitfahrer eine Fahrt buchen. Fahrer erhalten einen festen Obolus pro Kilometer, unabhängig davon, ob ein Fahrgast mitfährt oder nicht. Wir als Vermittler erhalten eine Provision auf die gebuchten Fahrten.

Welche Regionen habt ihr für euer Angebot im Blick?

MatchRiderGO ist konzipiert für Metropolregionen mit großem Verkehrsaufkommen - insbesondere mit großen Pkw-Pendlerströmen - sowie einem ausbaufähigen ÖPNV. In einer ersten Ausbaustufe werden elf Regionen im deutschsprachigen Markt adressiert, wobei Match Rider in den Regionen Stuttgart sowie Heidelberg bereits aktiv ist. In einer zweiten Ausbaustufe wird MatchRiderGO im europäischen Ausland ausgerollt. Vor dem Hintergrund der verkehrsploitischen und ökologischen Herausforderungen in diesen Regionen werden Kooperationen mit den Städten angestrebt.

Klasse, dass ihr bereits mit eurem Angebot auf der Straße seid. Welche Entwicklung habt ihr bisher durchgemacht und wo steht ihr gerade?

Klar, gerne. Im Rahmen des Gewinns des ShareBW Landespreises im November 2015 wurde in Kooperation mit der Universität Stuttgart das Pilotprojekt "MatchRiderGO" im Sommer 2016 durchgeführt. Match Rider nahm auch im Frühjahr 2015 am Plug and Play Accelerator Programm des Axel Springer Verlags teil. Dort entwickelte das Team mithilfe von Experten und Mentoren des Accelerators ein innovatives Geschäftsmodell und erweiterte sein Netzwerk um Medienkontakte. Ab Mai 2017 ist MatchRiderGO auf die Strecke Stuttgart - Tübingen verfügbar. Eine Kooperation mit der Stadt Heidelberg wird seit Sommer 2017 umgesetzt.

Seed-Phase (vor Gründung)
StartUp-Phase (Unternehmensgründung)
Go-to-market (Markteinstieg)
Growth-Phase (Wachstumsphase)
Later-Stage

Alfred, Danke für deine Zeit. Wir wünschen euch viel Erfolg beim Rollout auf weitere Regionen. Dazu freut ihr euch jederzeit auf Kontakte zu interessierten Vertretern von Städten und Regionen.



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